Christlich Demokratische Union Deutschlands | Stadtverband Schlitz 

Sie befinden sich hier » Aktuelles

Aktuelles Details

CDU Stadtverband im Gespräch mit den Schlitzer Hausärzten

Die hausärztliche Versorgung unserer Heimatstadt steht schon seit einigen Jahren im Mittelpunkt des öffentlichen Interesses. Besonders seit dem Wegfall der Praxis Dr. Otterbein sind die Auswirkungen des massiven Hausärztemangels auch in Schlitz spürbar. Obwohl die Kommunalpolitik keinen Einfluss auf die hausärztliche Versorgung hat, beschäftigt sich die CDU-Fraktion im Schlitzer Stadtparlament bereits seit Jahren mit dieser Thematik. Am vergangenen Montag fand nun ein Gespräch zwischen den Schlitzer Hausärzten und den CDU- Parlamentariern statt. Hierbei konnten sich die Stadtverordneten aus erster Hand über die Sorgen und Nöte der Ärzte informieren und die absehbare Entwicklung der hausärztlichen Versorgung ausgiebig erörtern.

Die Angst vor Regressansprüchen, die hohe Arbeitsbelastung, aber auch die immer größer werdende Bürokratie und die derzeitige Einkommenssituation sind einige Punkte, die sich nachhaltig negativ auf die Attraktivität des Hausarztberufes auswirken. Das Ansehen des Hausarztes in der Bevölkerung ist zwar sehr hoch, allerdings fehlt die entsprechende Honorierung für die erbrachten Leistungen. So erhalten z.B. hessische Hausärzte eine Pauschalvergütung pro Patient und Quartal, die gegenüber Hausärzten in Bayern ein Drittel und gegenüber ihren Kollegen in Baden-Württenberg sogar um fast die Hälfte niedriger ist. Daher ist es durchaus verständlich, dass sich junge Ärzte lieber im Süden der Bundesrepublik niederlassen.

Darüber hinaus wird der Arztberuf zukünftig von immer mehr Frauen ausgeübt werden. Dies liegt daran, dass wesentlich mehr Frauen als Männer Medizin an den Universitäten studieren. Daher müssen die Hausarztpraxen vor allem für junge Ärztinnen interessant gemacht werden. Dabei steht die Frage der Kinderbetreuung oder auch die Möglichkeit von Teilzeitarbeit mit im Vordergrund. Abhilfe könnte hierbei ein „Ärztehaus“ schaffen, in dem mehrere Ärzte im Team arbeiten und somit jungen Ärztinnen mehr Flexibilität in ihrer Arbeitszeit ermöglicht werden kann. Einem im Raum stehenden Vorschlag, ein Ärztehaus in den so genannten städtischen Altenwohnheimen in der Parkstraße zu errichten, erteilten die Hausärzte jedoch eine klare Absage. Eine Umsetzung ist in diesen Räumlichkeiten absolut nicht möglich. Darüber hinaus besteht auch der sinnvolle Beschluss der Stadtverordnetenversammlung, sich von diesen beiden Objekten zu trennen. Ein Grund ist u.a., dass die für die Sanierung erforderlichen Mittel nie in einer tragbaren Relation zu den Mieteinnahmen stehen werden.

Es erhebt sich nun die nicht einfache Frage, wie in Schlitz gegen diesen Negativtrend vorgegangen werden kann. Von Seiten der Schlitzer CDU wird man sich weiterhin intensiv mit dieser Thematik beschäftigen mit dem Ziel, eine entsprechende Unterstützung gewährleisten zu können.

In Bezug auf unseren Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer stellten die anwesenden Ärzte klar, dass seit Jahren eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit besteht. Außerdem verfüge unser Stadtoberhaupt auf Grund seiner Funktion als Vorsitzender des Aufsichtsrates der Stiftung Heilanstalt für Kranke zu Lauterbach über ein sehr fundiertes Wissen und stehe immer mit Rat und Tat zur Seite.

Abschließend bedankte sich Stadtverbandsvorsitzender Altstadt über den sehr ausführlichen und sachlichen Informationsaustausch und wiederholte sein Versprechen, sich mit seiner Fraktion auch weiterhin für die Schlitzer Hausärzte einzusetzen.

Pressemitteilung

23.11.2011