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CDU Bürgergespräch in Unter Wegfurth

Unter-Wegfurth Eine positive Bilanz für den Stadtteil Unter-Wegfurth konnte der 1. Stadtrat Norbert Schäfer auf einer sehr gut besuchten Bürgerversammlung am Montag im Dorfgemeinschaftshaus in Unter-Wegfurth ziehen.

Was die CDU vor der Wahl den Bürgern von Unter-Wegfurth versprochen habe, das sei auch fast alles eingehalten worden. Nach einer anfänglichen Bilanz über die Gesamtinvestitionen der Stadt in den Jahren 2006-11, die dazu erforderlichen Mittel vom Kapitalmarkt und die getilgten Schulden ließ der Spitzenkandidat der Schlitzerländer CDU noch einmal alle wesentlichen Investitionen für die Großgemeinde innerhalb der letzten Legislaturperiode Revue passieren und wies darauf hin, dass in allen Teilen des Schlitzerlandes wichtige Vorhaben hätten verwirklicht werden können.

 

Für Unter-Wegfurth seien dabei alle Vorhaben mit Ausnahme der Aufwertung des Kinderspielplatzes, die vernünftigerweise erst nach Abschluss der Arbeiten am Feuerwehrgerätehaus vorgenommen werden könne, abgeschlossen bzw. auf den Weg gebracht worden, die die CDU den Bürgern vor der letzten Kommunalwahl versprochen habe:

 

– die Fertigstellung der Erneuerung der Ortsstraßen nach der Kanalisation

– die Vergabe einer neuen Heizung für das Dorfgemeinschaftshaus

– der Beginn des Umbaus der Feuerwehrgarage

– die Demontage von Freileitungen bei gleichzeitiger Erdverkabelung

– die Errichtung einer Kompakt-Trafostation.

 

Die SPD habe sich nicht nur kein einziges Mal während der letzten fünf Jahre in Unter-Wegfurth blicken lassen, sondern auch fast allen Maßnahmen für Unter-Wegfurth die finanzielle Unterstützung versagt. Ihre Rolle habe sich weitgehend auf das Herummäkeln, Kritisieren und Ablehnen beschränkt. Für die kommende Legislaturperiode habe sich die Schlitzerländer CDU für Unter-Wegfurth vorgenommen:

 

– die Sanierung des Brückengeländers und ggf. der Brücke zum DGH

– den Einbau der neuen Heizung im DGH

– die Fertigstellung der neuen Feuerwehrgarage

– die Aufwertung des Kinderspielplatzes nach Abschluss des Neubaus der Feuerwehrgarage

– die Versorgung von Unter-Wegfurth mit schnellem DSL.

 

„Wir werden uns auch nach der kommenden Legislaturperiode gerne wieder daran messen lassen, ob es gelungen ist, diese Maßnahmen zu realisieren“, so Schäfer wörtlich, der sich diesbezüglich zuversichtlich zeigte und auf die vorbildlichen Eigenleistungen der Ortsbürger verwies, für die er sich im Namen seiner Partei bedankte.

Ausdrücklich hob er in diesem Zusammenhang die Bedeutung der Stadtteilfeuerwehren hervor, ohne deren ehrenamtliches Engagement die Pflichtaufgabe Brandschutz für eine kleine Stadt wie Schlitz nicht zu bezahlen sei.

Nach einer kurzen Vorstellung der CDU-Kandidaten für die Kommunalwahl gab es eine rege Diskussion, in deren Mittelpunkt die Entwicklung der Energiekosten stand. Hierzu nahm Bürgermeister Hans-Jürgen Schäfer ausführlich Stellung.

 

Er wies zunächst darauf hin, dass sowohl Wasser- als auch Abwasserpreise nach der kommunalen Gebühren- und Abgabenordnung kostendeckend zu sein hätten. Früher sei die Kostendeckung dadurch erreicht worden, dass man den Wasserpreis „auf Teufel komm’ raus“ mit Überschüssen aus dem E-Werk subventioniert habe, die dann für notwendige Investitionen gefehlt hätten. Dies habe im Laufe der Zeit jedoch zu einem riesigen Investitionsstau innerhalb der Werke geführt, der in seiner Amtszeit mühsam habe aufgelöst werden müssen.

 

Mit der Herauslösung der Werke aus dem städtischen Haushalt und der Bildung von Eigenbetrieben seien diese noch stärker darauf angewiesen, kostendeckend zu arbeiten. Darüber hinaus habe das – umweltpolitisch durchaus gewollte – Verhalten der Bürger, Wasser zu sparen, nicht nur zu einem Rückgang des Wasserverkaufs um über 100 000 cbm pro Jahr, sondern auch der entsprechenden Einnahmen geführt, während die Fixkosten gleich geblieben seien.

 

Die Fixkosten seien relativ hoch, weil das Schlitzerland als drittgrößte Flächengemeinde Hessens ein vergleichsweise riesiges Leitungsnetz mit zahlreichen Wasseraufbereitungsanlagen, Tiefbrunnen, Pumpstationen usw. zu unterhalten habe.

Betriebswirtschaftlich sei auch die zwischenzeitliche Senkung des Wasserpreises nicht vorteilhaft gewesen, weil dadurch die entsprechenden notwendigen Investitionen nicht mehr oder nur mit zusätzlichen Schulden hätten realisiert werden können.

 

Zur jüngsten Anhebung der Strompreise sagte der Bürgermeister, dass die „nicht auf unserem Mist gewachsen“, sondern Folgen des erneuerbaren Energiengesetzes der ehemaligen rot-grünen Bundesregierung seien, das die Subventionierung erneuerbarer Energien ausdrücklich vorsehe. Die dafür entstehenden Kosten müssten alle Bürger tragen, obwohl nur ein Bruchteil von ihnen einen Vorteil davon habe.

 

Nach weiteren Gesprächen über die Einführung eines „gespaltenen Wasserpreises“, die ebenfalls nicht von der Stadt ausgeht, sondern gesetzlich „von oben“ vorgeschrieben wird, und über erkennbare Schäden am Belag der neuen Ortsstraßen in Unter-Wegfurth konnte Norbert Schäfer gegen 22.45 Uhr eine sehr lebendige und interessante Bürgerversammlung beschließen.

 

CDU Schlitzerland

Pressemitteilung

17.02.2011